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Kunst des Friedens

Verband Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer VHGLL
Geschichte für heute lehren und lernen!

Die Kunst des Friedens
1648 und 1918/19

Zwei europäische Friedensschlüsse und ihre
Bedeutung für Geschichte und Gegenwart

Bericht von der Jahrestagung des VHGLL
am 15.2.2020 an der Philipps-Universität

in Marburg

 

1. Eröffnung durch den Vorsitzenden des VHGLL

2. Prof. Dr. Christoph Kampmann:
Friedensnorm und Sicherheitspolitik: Grundprobleme frühneuzeitlicher Friedensstiftung am Beispiel des Westfälischen Friedens

Abstract: Zunächst wird der Vortrag auf die Geschichtsschreibung zu Frieden und Friedensstiftung in der Frühen Neuzeit eingehen. Bemerkenswerterweise spielte die Thematik trotz der Bedeutung der Frühen Neuzeit für die Entwicklung bis heute üblicher politisch-diplomatischer Techniken der Friedensstiftung lange Zeit keine besondere Rolle. Im Vordergrund der Historiographie standen Krieg, Feldzüge und militärische Führungspersönlichkeiten. Erst seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts änderte sich dies schrittweise, wobei das Interesse zunächst dem sogenannten „Friedensdenken“ galt. Erst in jüngerer Zeit rückt die politische Praxis, die Erforschung der konkreten Techniken und Instrumentarien der Friedensstiftung in den Fokus der Historiographie, mit reichem Ertrag.

Sodann werden systematisch die Probleme der Friedensstiftung und – wahrung in der Frühen Neuzeit skizziert. Charakteristisch für die Frühe Neuzeit ist die eklatante Häufung militärischer Konflikte, also die Tatsache, dass Krieg trotz der prinzipiellen normativen Verpflichtung der christlichen Herrschaftsträger zur Wahrung des Friedens quasi eine „Normalität“ im frühneuzeitlichen Europa darstellte. Eine der zentralen Ursachen dafür war das, was im Vortrag als „Pluralität ohne Pluralismus“ bezeichnet und erläutert wird. Die Antwort auf diese Problematik war die spezifische frühneuzeitliche Sicherheitspolitik.

Im dritten Teil werden diese eher abstrakt und systematisch dargestellten Punkte dann an Beispielen aus dem Westfälischen Frieden von 1648 illustriert, der der größten Kriegskatastrophe im frühneuzeitlichen Europa ein Ende setzte.

 

3. Prof. Dr. Eckart Conze:
Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt

Abstract: Am 28. Juni 2019 jährte sich die Unterzeichnung des Versailler Vertrags zum 100. Male. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Vortrag von Professor Dr. Eckart Conze (Universität Marburg) dem Versuch der Pariser Konferenz, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs eine friedliche internationale Ordnung zu schaffen. Nach über vier Jahren eines grauenhaften Massenvernichtungskriegs, wie ihn die Menschheit bis dahin noch nicht erlebt hatte, standen Sieger und Besiegte vor der Herausforderung, Frieden zu schließen. Gewaltige Erwartungen und große Hoffnungen hatten sich auf allen Seiten angesammelt – und sie wurden bitter enttäuscht. Der Frieden, der den Krieg für immer beenden sollte, er blieb eine große Illusion.

Der Vortrag analysiert den Zusammenhang von Erwartung und Enttäuschung. Er begreift den Friedensschluss nach dem Ersten Weltkrieg als einen globalen Moment mit Folgen weit über die Zwischenkriegszeit hinaus. Auch um diese Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart und damit die Aktualität des Friedensschlusses von 1919 wird es gehen.

 


Die Kunst des Friedens
1648 und 1918/19

Zwei europäische Friedensschlüsse und ihre
Bedeutung für Geschichte und Gegenwart

 

1. Eröffnung der Jahrestagung durch den Vorsitzenden des VHGLL

Sehr geehrte Professoren Conze und Kampmann,
Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer heutigen Jahrestagung,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, nach zwei Jahren mit anderen Kooperationspartnern an anderen Institutionen und Tagungsorten unsere diesjährige Jahrestagung wieder an der Philipps-Universität Marburg abhalten zu dürfen und danken dem Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften und namentlich Herrn Professor Conze für die freundliche Aufnahme in den hiesigen Räumen. Wir freuen uns auch darüber, dass wir mit Professor Kampmann und Professor Conze auch zwei eminente Experten hier an der Universität selbst für das Thema haben, dem unsere heutige Fortbildungstagung gewidmet ist.

Es geht um zwei historische Friedensschlüsse und darum, was man aus ihnen für die Geschichte und vielleicht auch für die Gegenwart lernen kann: der Westfälischen Friede und der Frieden von Versailles. Zwei Friedensschlüsse, die die bis dahin jeweils größten und nicht enden wollenden Kriege zum Abschluss gebracht haben, und die, nach dem Kriegsgeschehen als solchem, ihrerseits noch einmal die politisch-geographische Landschaft Europas nachhaltig veränderten. So sind in den letzten Jahren im Zuge der beiden „Jubiläen“ – wenn man das so sagen kann, da Frieden immer lobenswert ist, aber damals nicht alle jubiliert haben –, diese Friedensschlüsse stärker in den Fokus gerückt, wogegen man sich früher mehr auf die Ursachen und die Entstehung der Kriege konzentrierte, und im Falle des Ersten Weltkriegs auf die damit verbundene Schuldfrage.

Häufig wurde in früheren Epochen über den „gerechten Krieg“ diskutiert, heute über das Recht auf Verteidigung oder den „Bündnisfall“ und unter welchen Umständen dies jeweils gelte, und wurden Reglements für die Kriegsführung im Völkerrecht festgelegt, wohingegen weniger darüber diskutiert wurde und wird, was denn ein gerechter Friede sei und wie ein solcher erreicht werden könne.

Die Kunst des Friedens haben wir als Titel dem von Professor Kampmann mit herausgegebenen umfassenden Werk entlehnt über „Kongresswesen und Friedensstiftung im Zeitalter des Westfälischen Friedens“, das die französische Formel L’art de la paix im Titel aufnahm. Die „Kunst des Friedens“ ist darin übrigens auch wörtlich gemeint, geht es doch im letzten Beitrag des Bandes um die künstlerische Darstellung der Friedensverhandlungen bzw. Friedensschlüsse.

Ein paar wenige Worte zu dem schon erwähnten Buch möchte ich noch sagen, bevor Herr Kampmann das Wort bekommt. Die zahlreichen Beiträge sprechen neue und auch häufig sehr aktuelle Themen an, z.B. die „non-verbale Kommunikation“, Symbole, Rituale, Zeremoniell in der Diplomatie, die den Verlauf von Verhandlungen beeinflussen oder sogar entscheiden können – heute zudem noch für die Medien von eminenter Bedeutung –, damals etwa, wenn das Protokoll einer der Verhandlungen 1648 das „Hohnlächeln“ des schwedischen Kanzlers Oxenstierna festhält, als Beobachtung und Interpretation zugleich. Interessant auch, was ich einem anderen Beitrag entnommen habe, dass die Deeskalation als eine Maxime bei den Verhandlungen galt und deswegen auch, anders als in den modernen Kriegen, die Schuldfrage gar kein Thema war.

In dem Beitrag von Professor Kampmann im Buch kann man dann auch sehen, wie die Leitlinie vom Gleichgewicht damals an Bedeutung gewann und zur Maxime der britischen Außenpolitik wurde. In seinem Vortrag heute wird er umfassender auf die Problematik von Friedensschlüssen in der Frühen Neuzeit mit Schwerpunkt auf dem Westfälischen Frieden eingehen.

Auch zu Professor Conze werde ich hier nur kurz auf das Referenzwerk zu seinem Thema verweisen und es auch zu empfehlen, sein Buch Die Große Illusion - Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt. Der Titel zitiert eine historisch gewordene Formel, die zuerst von dem Friedensnobelpreisträger von 1933 und britischen Labour-Politiker Norman Angell 1910 in seinem Buch The Great Illusion verwendet wurde, und dann 1937 von dem französischen Regisseur Jean Renoir in seinem Weltkriegsfilm La grande illusion. Die Illusion in den Frieden war in gewisser Weise eine Fortsetzung der Illusion in den Krieg, vor der beide warnten, ersterer vor dem Ersten und letzterer vor dem Zweiten Weltkrieg – aber hier greife ich auch schon in den Vortrag von Professor Conze ein und halte deswegen inne.

Für uns ist Versailles zeitlich und inhaltlich näher als Münster und Osnabrück, doch wenn wir ehrlich sind, müssen wir uns fragen: Wissen wir so viel darüber wie wir zu wissen glauben? Beurteilung und Bewertung des Versailler Vertrags – also des auf Deutschland bezogenen Ausschnitts der viel umfassenderen Friedensverhandlungen – sind ein wichtiger Meilenstein im Geschichtsunterricht, allerdings viel zu wichtig, um auf die Schnelle zu einem einfachen Urteil zu kommen. Der Vortrag von Professor Conze wird uns diese Problematik wohl deutlich vor Augen führen, uns aber dabei auch eine Orientierung vermitteln.
 



2. Prof. Dr. Christoph Kampmann:
Friedensnorm und Sicherheitspolitik:
Grundprobleme frühneuzeitlicher Friedensstiftung am Beispiel des Westfälischen Friedens

Eingangs problematisierte Herr Kampmann die dichotomische Unterscheidung zwischen Vormoderne und Moderne, denn gerade in der Friedens- und Sicherheitspolitik zeige sich, wie sehr der Westfälischer Friede die Moderne geprägt habe. Die Frühe Neuzeit gilt als bellizistische Epoche, wie sehr sie jedoch auch zur Friedenspolitik beigetragen hat, darauf hat schon sehr früh der Pionier der Friedensforschung Fritz Dickmann hingewiesen.

Der Marburger Fritz Dickmann und die Forschung zum Westfälischen Frieden

Dickmann promovierte 1928 bei Friedrich Meinecke mit einer Dissertation über die militärpolitischen Beziehungen zwischen Preußen und Sachsen 1866-1870 und wurde dann mangels Stellen seit den 1930er Jahren an der Universität Gymnasiallehrer in Kassel und in Marburg; in der NS-Zeit geriet er offenbar wegen  seiner Nähe zur der Bekennenden Kirche in Schwierigkeiten: Nach Ausbruch des Krieges wurde er eingezogen, , konnte sich später aber, noch während des Krieges, an der Philipps-Universität über den Westfälischen Frieden habilitieren (...welch ein Thema im 2. Weltkrieg!), allerdings mit  der Auflage, seine Habilitionsschrift abzuschließen. 1946 wurde er nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft Leiter des Realgymnasiums in Marburg, die dann unter seiner Schulleitung 1957 in Martin-Luther-Schule umbenannt wurde. Während seiner Schulleitungstätigkeit, die er bis 1965 innehatte, führte er die Arbeit an seiner Habilitationsschrift weiter, die 1959 publiziert - die erste und bis heute wegweisende Studie zum Westfälischen Frieden darstellt.

Bis zu Dickmanns Monographie war der Westfälische Frieden kein bevorzugtes und für bedeutsam gehaltenesThema der Geschichtsschreibung; im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jh. galt das Interesse vielmehr dem Dreißigjährigen Krieg; Entsprechend gab es Unmengen von Büchern über Wallenstein, Gustav Adolf und andere militärische Führungsfiguren des Dreißigjährigen Krieges, während der Westfälische Friede auf wenig Interesse stieß, trotz seiner prägenden Wirkung und seiner 150 Jahre währenden Geltung. Auch wissenschaftlich-kritische Editionen von Friedensschlüssen wurden kaum vorgelegt, so dass sich die Geschichtswissenschaft (z. T. bis heute) mit zeitgenössischen Quellen und Editionen begnügen muss. Dickmann dagegen interessierte sich nicht nur für Ereignisse und Ergebnisse, sondern auch für die Strukturen, Prozesse der Friedensverhandlungen  sowie für die Instrumentarien der Friedensstiftung. Einen etwas anderen Akzent hatte zuvor Kurt von Raumer gesetzt, der sich schon 1953 mit seinem Buch Ewiger Friede. Friedensrufe und Friedenspläne seit der Renaissance mit dem sog. „Friedensdenken”, also Friedensutopien beschäftigt, aber die konkrete Friedenspolitik ausgeklammert hatte, weil die Welt des „Wirklichen“ in der Frühen Neuzeit aus seiner Sicht vom Krieg bestimmt worden sei.

In der politischen Alltatgspraxis blieben Friedensentwürfe wie von Erasmus oder William Penn irrelevant, es ging nicht um “große Lösungen”, sondern um die Einhegung des Krieges und um Zonen für Sicherheit. Die Religiionsfriedensschlüsse waren daher keine Friedensschlüsse zwischen Religionen, sondern pragmatische Lösungen der friedlichen Koexistenz. (1555, 1598, 1648). Das bedeutete aber einen Verzicht auf die Durchsetzung der Totalität der Rechtsansprüche, worauf bereits Fritz Dickmann eindringlich hingewiesen hatte. Dickmann ging da mit seinem Blick auf die Praktiken der Friedensstiftung  einen dezidiert anderen Weg.

Dickmanns Buch wurde – was bei Beginn seiner Beschäftigung mit der Thematik in den 1930er Jahren  nicht absehbar gewesen war - ein großer Erfolg und ist bis heute das Standardwerk zum Westfälischen Frieden. Nach Abschluss und Publikation des Werkes beteiligte er sich aktiv an der umfassenden, vielbändigen  Edition der Quellen, (Projekt: Acta Pacis Westphalicae [1963ff.], die inzwischen auch online zugänglich sind. . 1965, vier Jahre vor seinem frühen Tod, wurde Dickmann Professor an der FU Berlin. Sein Interesse galt der Beförderung einer diachronen Friedensforschung. Auch gab er beim Bayrischen Schulbuchverlag die Geschichte in Quellen für die Epochen Renaissance / Glaubenskämpfe / Absolutismus heraus.

Herr Kampmann wies darauf hin, dass nun der Zeitpunkt gekommen sei, auch anderen frühneuzeitlichen Friedensschlüssen wie dem Aachener Frieden von 1748 ähnliche Aufmerksamkreit zu schenken wie dem Westfälischen Frieden, zumal die Quellenlage eigentlich vorzüglich ist. Aus den umfangreichen Akten und Archivdokumenten, darunter Tagebüchern u.ä., sind auch für früher weniger beachtete Aspekte der Friedensverhandlungen interessant, etwa die Rolle von Netzwerken und non-verbaler Kommunikation.

Der Westfälische Friede: Universalität ohne Universalismus, Pluralität oder Pluralismus

Der Westfälische Friede spiegelt, so Kampmann,  wie ein Brennglas grundsätzliche Probleme von Friedenswahrung und Friedensstiftung in der Frühen Neuzeit. Die Friedensnorm als moralischer Anspruch in der christlichen Gesellschaft stand bis in die Frühe Neuzeit der Häufigkeit von Kriegen in der Realität diametral gegenüber. So wurde in der scholastischen Theorie der Friede (Pax) theoretisch-rechtlich definiert und zur Norm erklärt, dem stand aber der gerechte Krieg (bellum iustum) entgegen, der zwar als Ausnahme galt bei Augustinus und Thomas von Aquin, aber dann in der politischen Praxis zum „Normalfall“ wurde. Für ihn gab es bestimmte Regeln: So wurde er mit einem Manifest eröffnet, das seine Begründung und Rechtfertigung enthielt. Angesichs der frühneuzeitlichen „Kriegsverdichtung“ formulierten die Humanisten, voran Erasmus von Rotterdam,  neue, weniger rechtlich als moralisch fundierte Friedensappelle.

Kritische Momente als häufige Auslöser von Kriegen waren Herrscherwechsel mit Erbfolgeproblemen (daher die Erbfolgekriege), wozu Johannes Kunisch und Barbara Stolberg-Rillinger geforscht haben. Ein wichtiger Faktor ist auch das traditionelle auf den Erwerb kriegerischen Ruhms gerichtete Ethos des Adels als entscheidender politischer Führungsschicht.  Ein weiterer, zur Bellizität beitragender Faktor war die sog. Militärische Revolution der frühen Neuzeit, die Professionalisierung des Krieges durch die Söldnerarmeen abgelöst wurden, bis zur höchsten Steigerungsform im Dreißigjährigen Krieg, in der der Krieg den Krieg selbst finanzierte. Im Söldnertum lag einer der Gründe für die Ausweitung des Krieges und seiner Schrecken..

Der Dreißigjährige Krieg markierte eine wichtige Etappe hin zur Auflösung der alten Universalität  bzw. des Universalitätsanspruchs, die schon durch verschiedene Konfessionen, zudem durch neue starke politische Einheiten in Frage gestellt war. Im politischen Denken behielt dagegen die Einheit und sie hierarchischen Rangordnung des Corpus Christianum ihre Bedeutung, was u. a. bis zum 18. Jahrhundert schwer machte, religiöse Toleranz zu akzeptieren.

Der Westfälische Frieden hatte die religiöse Frage in Deutschland, die politische Frage in Europa zu klären und musste einen Universalfrieden nicht im ursprünglichen, sondern in einem pragmatischen Sinne herstellen. Die Vorstellung eines Universalfriedens, der wesentlich vom französischen Kardinalpremier Richelieu (in gewisser Weise des „Vaters“ des Westfälischen Friedens, der seinen Abschluss allerdings nicht mehr erlebt hat)  geprägt wurde, erschien den Zeitgenossen angesichts der praktischen Probleme  zunächst als irrwitzig: Es gab 130 Friedensdelegationen und bislang hatte es noch nie multilaterale Friedensverhandlungen gegeben.

Es musste also ein universeller Friedensschluss ohne Anspruch auf Universalismus im alten Sinne gefunden werden und dies durch die Anerkennung einer „Pluralität ohne Pluralismus“,.

Ebenso unlösbar erschienen Fragen der Anerkennung und der Vermittlung , und zwar nicht nur zwischen den Konfessionen, sondern auch hinsichtlich von politischen Statusfragen. Um die konfessionellen Anerkennungsfragen zu lösen,  wurde schließlich beschlossen, den Kongress als Doppelkongress, der rechtlich eine Einheit bildete, aber in zwei getrennten Städte tagte. Die Verhandlungen in Münster fanden indirekt, mit Mediation, statt, alles schriftlich, es gab ein fundamentales Misstrauen zwischen den Konfliktparteien, obwohl man sich außerhalb der Etikette persönlich in der Stadt Münster treffen konnte und auch traf.

Entscheidend wurden pragmatische Lösungen, so die Festsetzung des “Normaljahres” für die Verteilung der konfessionellen Herrschaft auf das Jahr 1624. Es gab einen Verzicht auf die Aufrechterhaltung von  Kriegsschuldvorwürfen und eine Amnestie aller Rechtsbrüche während des Krieges; in gewisser Weise siegte der Frieden hier über die Gerechtigkeit (unter der jeder etwas anderes verstand). Während dies im Krieg ständig präsent gewesen war, wurde nun jede Diskussion darüber verboten und sogar auch die spätere Verunglimpfung der Verträge.

“Westphalian System”

Herr Kampmann kam dann noch auf die Rezeption des Westfälischen Friedens in der Nachwelt zu sprechen und zwar wohl für die meisten im Auditorium überraschend durch einen Bezug zum Begriff des „Westphalian System“ im angelsächsischen Sprachraum und zwar anekdotisch festgemacht an der Sängerin und Songwriterin Katy Perry in einem Beitrag zu einer Twitter-Diskussion. Die Konzeption des Westphalian System geht auf einen Artikel von Leo Gross. “The Peace of Westphalia”, im American Journal of International Law im Januar 1948 zurück, also zum 300. Jahrestag, und zog einen Vergleich zur Gründung der Vereinten Nationen. Das Westfälische System zeichne sich durch die Gleichberechtigung der Mächte. Dieses Konzept entfaltete enorme Wirksamkeit in der internationalen Politikwissenschaft: Seit dem Westfäischen Frieden habe  ein System militärisch, ökonomisch und politisch konkurrierender Mächte bestanden,  das mindestens bis 1919 fortexistiert habe. Und in Denkvorstellungen eines America First eine Renaissance erlebe..

Diese Sicht des Westfälischen Friedens als „Gründungsurkunde“ eines Westphalian System wird innerhalb der Frühneuzeitforschung abgelehnt,  erfreut sich aber nichtsdestotrotz bis heute großer Beliebtheit.  Anschlussfähiger an die Frühneuzeitforschung sind Versuche, den Westfälischen Frieden  im Lichte aktueller Weltkrisen zu betrachten, etwa in der Initiative “Westphalia for the Middle East” der Koerber-Stiftung und des Auswärtigen Amtes. Herr Kampmann betonte, dass der Westfälische Friede keine Rezepte für heutige Friedensstiftung im strengen engeren Sinne bietet, gleichwohl aber die nährere Betrachtung der Prozesse und Instrumentarien aufschlussreich auch für heutige politische Akteure sein kann..

Diskussion:

In der Diskussion wurden einige Aspekte daraus noch einmal aufgegriffen und vertieft. So z.B. die Wahl von Münster und Osnabrück als zwei nebeneinander liegenden Städten verschiedener Konfession und zentraler Lage in Europa. Es war ein Gesandtenkongress, nicht (wie etwa der Wiener Kongress 1815) ein Kongress der Staatsoberhäupter.

Er erforderte eine große Logistik. Durch die Entfernungen zu den Hauptstädten und Residenzen ergab sich darauf eine relative Autonomie für die Gesandten. Auch die Öffentlichkeit spielte bereits eine Rolle: Deswegen wurden viele Verhandlungsvorschläge im laufenden Prozess auch gedruckt und veröffentlicht. Alles diente der Festigung, der Sicherheit des Friedens: Spätere Modifikationen audf dem Rechtsweg waren ausgeschlossen,  es wurde der Versuch gemacht, scharfe Polemik gegen den Frieden nach dem Friedensschluss zu verhindern..

Dann wurde auf die rechtgeschjchtlichen Grundlagen hingewiesen, so auf die Rechtsschule von Salamanca, v.a. Francisco de Vitoria, der lange außerhalb Spaniens unbekannt geblieben ist; aber Hugo Grotius stark beeinflusst hat.

 

 


Prof. Dr. Eckart Conze:
Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt

“Alte Friedensformeln, beispielsweise das Prinzip. gerade nach dem Dreißigjährigen Krieg, des Vergebens, des Vergessens als Grundlage, als Bedingung für einen stabilen Frieden, diese Bedingungen funktionieren einfach in der modernen Massengesellschaft nicht mehr. Wie soll man nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs [...], nach all diesem Hass in den kriegführenden Nationen, wie soll man von einem Tag auf den anderen in eine Situation kommen des Vergebens,  des Vergessens? Diese Problematik überschattet tatsächlich den Friedensschluss nach dem Ersten Weltkrieg.” (Eckart Conze im Deutschlandfunk 20.7.2019)

Herr Conze begann auch mit einem direkten Bezug zu Marburg, nämlich mit dem Hinweis, dass der damalige Staats- und Völkerrechtler an der Marburger Universität, Walter Schücking, ein engagierter Pazifist, Mitglied der deutschen Delegation in Versailles war. Von den Friedensbedingungen, die am 7.5.1919 übergeben wurden, war er genauso entsetzt wie alle anderen und erkannte darin nur neue Feindseligkeit. Die Verantwortung für den Krieg sah er gleichwohl bei Deutschland, bei “denjenigen, die uns in diesen Krieg hineinregiert haben.”

Kein globaler Friede nach dem globalen Krieg

Die Welt fand in Versailles keinen Frieden. Konflikte gab es weiterhin auf der ganzen Welt: In Peking begann im Mai mit studentischen Demonstrationen eine Oppositionsbewegung, der ehemalige deutsche Kolonialbesitz wurde nicht an China zurückgegeben, sondern an Japan übertragen, der Imperialismus setzte sich also fort, entsprechend groß war die Enttäuschung über US-Präsident Wilson, der in China “wie ein Messias verehrt worden war” (Conze). 

In Peking demonstrierten am 4.5.1919 Studenten gegen den Versailler Vertrag. Es war der Beginn eines chinesischen Nationalismus, ausgelöst von der Enttäuschung über den Westen, aber bei Beibehaltung einer kulturellen Orientierung am Westen. Mittelbar ging auch die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas 1921 daraus hervor. Mit dem Hinweis darauf, dass auch die Forderungen des indischen Volkes nicht respektiert wurden, und mit dem Ruf nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker, das Wilson propagiert, aber nicht realisiert hatte, setzten sich die Kommunisten an die Spitze der antiimperialistischen Bewegung. Großmachtinteressen, imperialistische Politik und Rassismus bestimmten das Geschehen. 1919 ist entsprechend ins kollektive Gedächtnis der Chinesen eingegangen.

Dem globalen Krieg folgte ein globaler Friedensschluss - mit einer ganzen Reihe von Folgewirkungen bis heute, man denke nur an die Gründung Jugoslawiens Ende 1918 als Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen; oder an den Nahostkonflikt, der aus der Aufteilung des Osmanischen Reiches entstand, weil er nicht die ersehnte Unabhängigkeit für die arabischen Gebiete brachte, sondern die Errichtung von Mandatsgebieten des Völkerbunds. Das Sykes-Picot-Abkommen 1916 wurde von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in Erinnerung gerufen, die 2014 weite Gebiete in Syrien und im Irak auch unter der Losung “The End of Sykes-Picot” eroberte. In diese Thematik hinein gehören auch die Balfour-Deklaration und die Kurdenproblematik. Für die Kurden forderten die USA am Ende des Ersten Weltkrieges einen neuen Staat, doch Großbritannien hatte Interesse am Erdölgebiet um Kirkuk.

So folgte aus dem 1. Weltkrieg gerade ein neuer Höhepunkt des Kolonialismus und eine Intensivierung der antikolonialistischen Bewegungen. Die kommunistischen Führungspersönlichkeiten nach 1945, darunter Ho Chi-minh, gingen aus dem antiimperialistischen Kampf der Zwischenkriegszeit hervor. Ho Chi-minh appellierte mit sener Forderung nach Unabhängigkeit sogar an Wilson, die Übergabe seines Schreibens wurde jedoch abgeblockt.

Paris war jedoch auch für die Deutschen mit einer großen Illusion verbunden, die aus der Kriegserfahrung folgte. Eine “geistige Demobilmachung” (Meinecke, 1917) war nicht möglich.  Doch im umgekehrten Falle hätten sich die Deutschen als Sieger nicht anders verhalten, siehe das Diktat von Brest-Litowsk gegenüber dem revolutionären Russland.

Selbst Kurt Tucholsky, der 1919 das Gedicht “Krieg dem Kriege” veröffentlichte, sah den Versailler Vertrag als einen „Vernichtungsfrieden“ und prophezeite einen neuen Krieg in 20 Jahren.

Diktatfriede, aber kein “karthagischer Friede”

Was meinte aber die Wilsonsche “Selbstbestimmung”? Welche Einheit sollte ihr zugrundegelegt werden? Ethnie, Territorium, politische Gemeinschaft? Im Westen herrschten große Illusionen darüber, Max Weber prophezeite: Der Frieden wird diskreditiert sein, nicht der Krieg.

Doch war der Vertrag in seiner Zeit wirklich so schlecht?

Der Historiker Gerhard Ritter (Jahrgang 1888) war 1919 auch ein scharfer Kritiker, 1951 aber sah er im Rückblick im Versailler Vertrag die besten Chancen für eine kluge, friedensorentierte Politik. Der Versailler Vertrag war fraglos ein Diktatfriede, aber kein “karthagischer Friede”: Deutschland blieb potenzielle Großmacht, der Vertrag enthielt Entwicklungsmöglich-keiten: nicht zuletzt die offen gehaltene Reparationsfrage.

Die Wahrnehmung in der deutschen Gesellschaft sah jedoch anders aus. Die “Verstümmelung Deutschlands” kam in der bekannten Karte zum Ausdruck, nicht nur Carl Schmitt sah in der Unbestimmtheit des Vertrages  ein verewigtes Interventionsrecht der Alliierten. Dem Vertrag wurde eine zielgerichtete Systematik und Stringenz unterstellt, er war aber in Wirklichkeit ein Kompromiss zwischen Briten und Franzosen, z.B. bei der Offenhaltung der Reparationsfrage. Der französische Marschall Foch sah in dem Vertrag deswegen auch nur einen “Waffenstillstand für 20 Jahre” [erstaunliche Parallele zu Tucholsky,  siehe oben, W.G.], Frankreich war weiterhin geprägt von der Angst vor Deutschland, nur durch britische Vermittlung war die Kooperationsbereitschaft Frankreichs herzustellen.

Jedenfalls blieb Versailles bis 1933 Angelpunkt der Außenpolitik, so hatte der Vertrag eine kontraproduktive Wirkung.

1Jedenfalls blieb Versailles bis 1933 Angelpunkt nicht nur der Außenpolitik, sondern auch der Innenpolitik der Weimarer Republik. So hatte der Vertrag eine kontraproduktive Wirkung und belastete Republik und Demokratie schwer.

1919 erfolgte die Wahl der Nationalversammlung mit dem Zwang zur Beendigung der Revolution auch wegen der anstehenden Verhandlungen in Versailles (von denen man freilich noch nicht wusste, wie sie aussehen würden). Die Juni-Tage 1919 brachten dann eine dramatische Polarisierung: Sollte man unterzeichnen oder nicht?

Der Krieg war noch in den Köpfen und eine kollektive Realitätsverweigerung machte sich breit durch die Selbsttäuschung, “im Felde unbesiegt” geblieben zu sein. Eine noch größere Rolle spielte die Kriegsschuldfrage und selbst diejenigen, die zugaben, dass der Krieg verloren worden war, sahen ihn gleichwohl nicht als von Deutschland verschuldet an. Die Ablehnung der Schuld führte jedoch zur Verhärtung der Alliierten. So dominierte bei der Festlegung des Vertragswerkes am 16.6. mit der Ablehnung des deutschen Gegenvorschlages die Bestrafung statt die Wiedergutmachung.

Die Ablehnung des Vertrages verhinderte auch eine kritische Auseinandersetzung mit Kaiserreich und Kriegsschuld. So war schon im Februar 1919 ein Bericht von Karl Kautsky (damals USPD) zur Mitschuld Deutschlands zurückgehalten worden, weil man eine Schwächung der deutschen Position befürchtete.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg bestätigten letztlich die Kritiker des Vertrages. Im Rückblick auf 1914 erklärte Lloyd George 1933, dass Europa in den Krieg hineingeschlittert sei und dass Versailles der falsche Frieden gewesen sei. Daraus leitete sich auch die Appeasement-Politik ab.

1984 meinte auch der amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan, dass die Rachsucht der Briten und Franzosen zu Hitler geführte habe. 1999 urteilte der „Economist“mit Blick auf den Ersten Weltkrieg, dass das “letzte Verbrechen in diesem verbrecherischen Krieg” der Versailler Vertrag gewesen sei.

Nach 1945 diente Versailles allerdings auch in apologetischer Weise der Rechtfertigung des Nationalsozialismus und der individuellen und kollektiven Zustimmung der Deutschen zum NS-Regime. Die weitere Auseinandersetzhung über den Ersten Weltkrieg spannt sich dann von der Fischer-Kontroverse der 1960er Jahre bis hin zu Christopher Clarks “Schlafwandler” (2013). So war die Bewertung des Versailler Vertrages immer auch an die Kriegsschuldfrage gebunden. Galt es einen deutschen Griff nach der Weltmacht zu verhindern? Das Systemversagen (vgl. Lloyd George 1933) kann  leicht zur Umkehrung der Schuldfrage führen. Denn enn die Alliierten, so ist heute wieder lauter zu vernehmen, nicht nur Mitverantwortung trugen für den Kriegsbeginn, sondern auch für den Friedensschluss, waren sie dann nicht auch schuld seinen Folgen, an den Problemen der Weimarer Republik und dem Aufstieg des Nationalsozialismus.

Gegenwärtig entwickeln sich eine neo-nationales Europa, ein neuer Unilateralismus, Tendenzen zu Nationalismus, Populismus und Autoritarismus.

Ein nachwirkendes Erbe der damaligen Verträge sind die damals vollzogenen Gebietsabtretungen nach ethnischen Kriterien in Mittel-/Osteuropa, die mit der Realität kaum vereinbar waren. Aus großen Vielvölkerstaaten entstanden keine ethnische homogenen Nationalstaaten, sondern kleine Vielvölkerstaaten. Und so ist grundsätzlich zu fragen, was self-determination und self-government bedeuten. Ethnische Konflikte durchzogen die Versailler Ordnung und vor allem die neue Staatenwelt in Ostmittel- und Südosteuropa von Anfang an. Die in der Diskussion erwähnte Niederschlagung des sudetendeutsche Aufstands vom März 1919 in der Tschechoslowakei ist dafür nur ein Beispiel.

Zur Regelung von Konflikten wurde der Völkerbund gegründet. Eine Aufgabe war die Befriedung der Auseinandersetzung um Oberschlesien. Heute ist damit die Kosovo-Frage vergleichbar. Auch damals setzte der Völkerbund Truppen zur Sicherung des Friedens vor Ort ein.

Abschließend wurde auf die erfolgreiche Verständigungspolitik von Briand und Stresemann hingewiesen.

 

 

L'art_de_la_paix

Link zu den Verlagen: Klick auf das Bild. - Weitere Infos zu den Büchern unserer Referenten auf der Startseite Krieg uznd Frieden

Die_große_Illusion

Prof. Dr. Christoph Kampmann >Philipps-Universität Marburg

Fritz Dickmann >Wikpedia

Fritz Dickmann: Der Westfälische Friede. Münster (Aschendorff), 1959 u. sp. In der 7. Aufl. gibt es das Werk auch als E-Book

Dickmann_Werstf._Friede

Besprechung von Dickmanns Buch durch Kurt von Raumer  in der Historischen Zeitschrift 1961

Kurt von Raumer: Friedensrufe und Friedenspläne seit der Renaissance. Freiburg/München  (Alber), 1953. Zur Person Kurt von Raum >Wikipedia

Friede von Aachen 1748 >Wikipedia. Vgl. dazu auf der Startseite Krieg und Frieden

Acta Pacis Westphalicae digital
Wie bei allen Suchen muss man ein entsprechendes Vorwiessen zur Präzisierung der Suche haben. Es gibt aber auch Rubriken wie einen Kalender und eine Karte mit Orten.

Fritz Dickmann (Hrsg.): Renaissance, Glaubenskämpfe, Absolutismus. Geschichte in Quellen, Band III, München (Bayr. Schulbuchverlag), 1966.- Vgl. booklooker

Dickmann_Geschichte-in-Quellen-3a

Desiderius Erasmus: Klage des Friedens, 1517/18. Cf. >Wikipedia / Digitalisat: Ein Klag des Friedens.
Von Erasmus beeinflussst auch Sebastian Franck Kriegsbüchlein des Friedens, 1539.

William Penn, Essay Towards the Present anf Future Peace of Europe, 1693, Unites Nationas Digital Library >Download

>>Katy Perry on TOW (Treaty of Westphalia)

 

 

 

Werstphalia in the Middle East >Körber-Stiftung

Vgl. auch:
Christoph Kampmann: Vom Dreißigährigen Krieg zum Westfälischen Frieden: Europäische Lösung eines deutschen Krieges? Vorlesung an der Uni Freiburg SS 2018 >>Audio

Interview mit Christoph Kampmann: Wie ein 386 Jahre alter Vertrag zur Blaupause für einen Frieden in Syrien werden kann, >>Stern, 15.4.2017

Prof. Dr. Eckart Conze
 >Philipps-Universität Marburg

 

 

Vgl. Audio: Eckart Conze über den Versailler Vertrag - Friedensschluss mit weltweiten Folgen, Deutschland- funk, 20.7.2019, Podcast

Walther Schücking >Wikipedia

Bewegung des vierten Mai >Wikipedia

Sykes-Picot-Abkommen >BpB

Martin Gehlen: Sykes-Picot-Abkommen. Das Ende jeden Friedens,Zeit Online, 18.5.2016.

 


Letter from Ho Chi Minh to Secretary of State Robert Landsing >Docs Teach

Tucholsky: Krieg dem Kriege

Friedensvertrag von Versailles vom 28.6.1919 >documentarchiv

Karte “Deutschlands Verstümmelung” im Deutschen Pressemuseum

Vgl. auch Eckart Conze: Verhasster Vertrag. “Versailles” als Propagandawaffe gegen die Weimarer Republik, 5.4.1919, >BpB Pariser Friedensordnung

Fritz Fischer: Krieg der Illusionen. Die deutsche Politik von 1911 bis 1914. Düsseldorf (Droste) 1969. - Vgl. u.a. die Besprechung von Lothar Burchardt, in: Francia - Forschungen zur westeuropäischen Geschichte, Bd. 3, 1975, >online

Christopher Clark: Die Schalfwandler. wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. München (DVA) 2013. - Vgl. u.a. die Besprechung von Jost Dülffer, H-Soz-Kult, 21.11.2013, >online

 

Demonstration der Sudetendeutschen am 4.3.1919 >Wikipedia

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