Vorbei...
Extra-Fortbildung:
Israel, Palästina, Nahost, Antisemitismus… Ohne die Geschichte können wir die Gegenwart nicht verstehen
am 31.10.2024 in Wiesbaden, 15:00 - 18:00
Achtung: Raumänderung!
Die Veranstaltung findet jetzt statt zur selben Uhrzeit in der
Hessischen Lehrkräfteakadmie Wiesbaden Walter-Hallstein-Str. 3-7, Rotunde (wird ausgeschildert)
Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen Luisenplatz 5 65185 Wiesbaden
LA-Akkreditierung Nr. 02412734
Lehrkräftefortbildung durch Dr. Wolfgang Geiger auf der Grundlage der Pädagogischen Orientierung und Materialien (in Auswahl) von www.israel-palaestina.net
Weiterführung und Ausweitung des Themas vom Nachmittag unserer Veranstaltung vom 9.3.24.
Die inzwischen ins Netz gestellte Website extra zu diesem Zweck bietet, obwohl noch teilweise unvollständig, eine umfangreiche Quellensammlung zu den wichtigsten Aspekten der Geschichte des Nahostkonflikts sowie eine pädagogische Orientierung zu den Problemen im Umgang mit diesem Thema.
Nach einem historischen Durchgang durch die wichtigsten Etappen und Schlüsselereignisse in der einführenden Präsentation werden arbeitsteilig exemplarisch ausgewählte Quellen im Hinblick auf deren Aussagekraft und Behandlung im Unterricht analysiert und damit verbundene Fragestellungen besprochen. Eine allgemeine Diskussion, wenn sie auch nicht erschöpfend sein kann, zum Umgang mit der Thematik in Gesellschaft und Schule schließt die Veranstaltung ab.
Anmeldung auf VHGLL@t-online.de bitte bis zum 28.10. - die Aufnahmekapazität des Saales ist begrenzt.
Israel und Palästina Geschichte und Gegenwart des Konflikts und seine Konsequenzen auch für uns in Deutschland
Fortbildungsveranstaltung in der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main, Römerberg 9
Samstag, 9. März 2024
10:00-16:00
Erreichbar vom Hbf mit S-Bahnen bis Hauptwache (als Zwischenstation auf den Hinweisschildern angegeben) oder U-Bahn U4 Richtung Enkheim bis Dom/Römer
Der Nahe Osten ist im wahrsten Sinne des Wortes nahe, er erschien vielleicht nur trügerisch weit weg, bis zu den jüngsten Ereignissen: dem Pogrom der Hamas aus Gaza an israelischen Kibbuz-Einwohnern und Musikfestbesuchern jenseits der Grenze und der darauffolgenden Bekämpfung der Hamas durch Israel mit den Konsequenzen für die dortige Zivilbevölkerung. Die Solidaritätsbekundungen mit der Hamas in Deutschland und das Aufflammen des (nicht nur) israelbezogenen Antisemitismus betreffen uns selbst unmittelbar. Nicht zuletzt sind wir auch weiterhin in der Schule gefragt, wie wir mit diesem Thema umgehen.
Wir möchten mit dieser Veranstaltung die Geschichte des Nahostkonflikts in ihren wesentlichen, zum Verständnis für heute relevanten Aspekten zurückverfolgen und die Konsequenzen diskutieren, die sich daraus ergeben, auch für uns in Deutschland allgemein und als Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer im Besonderen.
Dazu haben wir zwei Experten eingeladen, die zu diesen Aspekten ihre Analysen vortragen und mit denen wir darüber diskutieren können. Im Anschluss daran werden wir aus dem Arbeitskreis Deutsch-jüdische Geschichte des VGD, dem zwei Mitglieder des VHGLL auch angehören, eine konkrete Orientierung für den Geschichtsunterricht vorstellen und dazu auch Materialien präsentieren.
Prof. Dr. Michael Wolffsohn ist Sohn 1939 nach Tel Aviv emigrierter deutscher Juden, die 1954 nach Deutschland zurückkehrten. 1975 promovierte er in Berlin und von 1981 bis 2012 war er Professor für Neuere deutsche Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Seine Habilitationsschrift schrieb er über „Politik in Israel: Entwicklung und Struktur des politischen Systems“, 1983 bei Leske &K Budrich erschienen (als Taschenbuch in 9. Aufl. 2024 bei Herder). Er hat eine große Zahl von Büchern über Deutschland und Israel publiziert und darin sowie in der Presse immer wieder kritische und Kritik hervorrufende Positionen vertreten. https://www.wolffsohn.de/cms/
Prof. Dr. Meron Mendel ist in Israel geboren, sein in Haifa begonnenes Studium setzte er 2001 in München fort und promovierte dann 2010 in Frankfurt mit einer Dissertation „Zur Identität jüdischer Jugendlicher in der gegenwärtigen Bundesrepublik Deutschland“. Seit 2010 ist er auch Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt und seit 2021 Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences mit dem Schwerpunkt Transnationale Soziale Arbeit. Er engagiert sich für den israelisch-palästinensischen Dialog u.a. bei Givat Haviva und hat zahlreiche Bücher über Erinnerungskultur, Antisemitismus und Israel geschrieben oder mit verfasst. https://www.meronmendel.de/
Für die Veranstaltung unmittelbar relevante Bücher beider Autoren nennen wir weiter unten, ebenso Internetseiten zur Orientierung zum Thema für den Unterricht.
Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen am Ende!
Programm:
Ab 09:30
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Einlass
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10:00-10:15
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Begrüßung und Einleitung durch den Vorsitzenden des VHGLL
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10:15-11:00 Vortrag 11:00-11:45 Diskussion
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Prof. Dr. Michael Wolffsohn (per Videokonferenz im Saal): Von verpassten Chancen zum Frieden durch Föderalismus
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11:45-12:00
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Pause.
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12:00-12:45 Vortrag 12:45-13:30 Diskussion
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Prof. Dr. Meron Mendel: Über Israel sprechen
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13:30-13:15
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Mittagspause. (Ein Catering können wir nicht bieten, in der Umgebung auf dem Römerberg gibt es jedoch Möglichkeiten, sich zu verpflegen).
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14:15-15:45
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Dr. Wolfgang Geiger / Dr. Martin Liepach Orientierung zum Thema für den Unterricht Präsentation und Ausgabe von Materialien / Diskussion
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Anschließend Mitgliederversammlung des VHGLL.
Hinweis auf folgende für die Veranstaltung relevante Veröffentlichungen:
1. Michael Wolffsohn:
- Eine andere Jüdische Weltgeschichte. Freiburg: Herder-Verlag, 2002, 22023. Herr Wolffsohn empfiehlt dies als Lektüre, es ist die Grundlage für seinen Vortrag.
- Ewige Schuld? 75 Jahre deutsch-jüdisch-israelische Beziehungen. München: Langen-Müller, 1988, (selbst-) kritisch aktualisierte Neuauflage 2023, mir einem Vorwort von Ahmad Mansour.
- Wem gehört das Heilige Land? Die Wurzeln des Streits zwischen Juden und Arabern. Gütersloh: Bertelsmann 1997, aktualisierte Neuauflage 1997, München: Piper, 32021.
2. Meron Mendel:
- Über Israel reden. Eine deutsche Debatte. Köln: KiWi, 2023.
- Meron Mendel / Saba-Nur Cheema / Sina Arnold (Hg.): Frenemies: Antisemitismus, Rassismus und ihre Kritiker*innen. Berlin: Verbrecher-Verlag, 2022.
3. Materialien im Internet zur Orientierung für den Unterricht: Online verfügbar sind jetzt und bleiben von der AG Deutsch-jüdische Geschichte des VGD:
- Eine Folge von Webseiten zum Thema Naher Osten, mit Links zur aktuellen Berichterstattung nach dem 7.10 sowie Seiten zur Geschichte Israels und Palästinas / des Nahostkonflikts, z.T. mit kritischen Kommentaren auch zu pädagogischen Medienangeboten
- Eine ausführliche Chronologie der Geschichte von der Frühgeschichte Israels bis zur Gegenwart des Konflikts Israel/Palästina
- Eine Handreichung: Israel, Nahostkonflikt und israelbezogener Antisemitismus. Orientierung zum pädagogischen Handeln mit Bezug zum Geschichtsunterricht
Startseite des Themas:https://www.juedischegeschichte.de/html/naher_osten.html
Teilnahmebedingungen:
Wegen der der Platzkapazität und der Anordnung der Saalbestuhlung brauchen wir unbedingt Ihre Anmeldung bis zum Montag, den 4. März an VHGLL@t-online.de (oder w.geiger.ffm@t-online.de). Die Anmeldung wird beim Einlass überprüft und wir bitten Sie daher, soweit möglich etwas früher zu kommen. Einlass gibt es auch noch bei Verspätung.
18.1.2024
Aktivitäten des VGD
Online-Fortbildung per Zoom:
Zur Demokratiegeschichte Russlands: Neues quellengestütztes Unterrichtsmaterial zur russischen Demokratiegeschichte (1900 bis 1925)
28. Januar von 16 Uhr bis 18 Uhr
Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 hat sich das Russlandbild in der Bundesrepublik noch einmal deutlich verdunkelt, demokratische Entwicklungen scheinen in „Putins-Reich“ kaum mehr möglich zu sein. War diese Entwicklung zwangsläufig? Um hier fundierte Grundlagen anzubieten, hat der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands (VGD) gemeinsam mit dem deutschen Teil der „Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen“ ein quellenbasiertes differenziertes, wissenschaftlich fundiertes und direkt im Unterricht einsetzbares Unterrichtspaket entwickelt. Band 1 von 1900 bis zur Etablierung der Diktatur Stalins liegt im Frühjahr 2025 vor. Das Gesamtprojekt, seine Genese und Entwicklung sowie das umfangreiche Unterrichtsmaterial wird in der Fortbildung vorgestellt und diskutiert.
Der VGD bietet in Zusammenarbeit mit dem LI-Hamburg eine digitale Fortbildung zu einem neu entwckelten, digitalen und frei nutzbaren Unterrichtsangebot zur Demokratiegeschichte Russlands an. Das Besondere ist dabei, dass es sich um vollständig didaktisiertes und völlig neu entwickeltes Material mit neuen Quellen handelt. Im didaktischen Bereich steht die Förderung der narrativen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler, einschließlich der Konstruktion und Dekonstruktion von Narrativen im Vordergrund – gleichsam ein „Erlernen“ des historischen Arbeitens.
Für die Fortbildung können Sie sich bei Dr. Helge Schröder (dr.helge.schroeder@t-online.de) direkt anmelden. Sie erhalten dann einen Zoom-Link sowie eine Teilnahmebestätigung nach der Fortbildung. Für die Anmeldung reicht Ihr Name und eine E-Mail-Adresse aus. Wenn Sie VGD-Mitglied sind, würden wir uns auch über den Nennung des Landesverbandes freuen.
Referenten: Dr. Helge Schröder, Ines Stelljes, Dr. Peter Stolz
Dauerinfo:
HistoryCast - Was war - Was wird?: Interviews mit Historikerinnen/Historikern und andere Informationen und Angebote des Bundesverbandes auf der Seite >VGD / direkt zum HistoryCast >Programm
Zur Zeit läuft die 3. Staffel “Judentum in der Geschichte: Zwischen Integration und Antisemitismus”
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